Hörgeräte für einen Angehörigen — so können Sie helfen
Sie machen sich Sorgen um das Gehör eines Familienmitglieds? Wir begleiten Sie beide.
Woran erkennen Sie, dass jemand schlechter hört?
Der Fernseher wird immer lauter
Eine der häufigsten Beobachtungen von Angehörigen — die Lautstärke steigt, ohne dass es dem Betroffenen selbst auffällt.
Häufiges Nachfragen: "Was hast du gesagt?"
Sätze müssen wiederholt werden, auch in ruhiger Umgebung. Oft ist es kein Verständnisproblem — sondern ein Hörproblem.
Rückzug aus Gesprächen, besonders in Gruppen
Wer in Gesellschaft nicht mehr folgen kann, zieht sich zurück. Das wirkt introvertiert, ist aber oft Erschöpfung durch übermäßiges Konzentrieren.
Telefonate werden gemieden oder sind anstrengend
Ohne Lippenlesen und Mimik fehlen wichtige Zusatzinformationen. Telefonieren wird zur Herausforderung.
"Alle nuscheln" — andere werden für das Problem verantwortlich gemacht
Wenn die eigene Wahrnehmung nicht stimmt, sucht das Gehirn nach Erklärungen. Die Schuld liegt dann bei den anderen.
Wenn Sie zwei oder mehr dieser Punkte wiedererkennen, ist ein Hörtest sinnvoll. Der kostet nichts und dauert 30 Minuten.
Wie spreche ich das Thema an?
Das Thema Hörverlust ist für viele Menschen empfindlich. Niemand hört gerne, dass er "alt wird" — auch wenn das nichts mit Alter zu tun hat.
Formulieren Sie es als Ihre Beobachtung, nicht als Vorwurf: "Mir ist aufgefallen, dass du öfter nachfragst — sollen wir mal zusammen einen Hörtest machen?"
Bieten Sie an, mitzukommen. Viele trauen sich alleine nicht, und der erste Schritt ist der schwerste.
"Ich begleite Beratungen regelmäßig zu zweit — Angehörige sind ausdrücklich willkommen."
Ihre Möglichkeiten
Was können Sie konkret tun?
Termin buchen
Sie können den Hörtest-Termin für Ihren Angehörigen vereinbaren. Wir rufen auch gerne selbst an, wenn das hilft.
Gemeinsam kommen
Begleiten Sie Ihren Angehörigen zur Beratung. Vier Ohren hören mehr als zwei, und es hilft bei der Entscheidung.
Hausbesuch organisieren
Wenn der Weg zu uns schwierig ist: Hausbesuche sind nach Vereinbarung möglich. Rufen Sie uns an.
Sie haben bereits eine Verordnung?
Wenn Ihr Angehöriger bereits eine HNO-Verordnung hat, können wir direkt mit der Anpassung starten.
Auch bei einer Folgeversorgung — wenn das bestehende Hörgerät älter als 6 Jahre ist — übernimmt die Krankenkasse erneut ca. 1.500 € für zwei Hörgeräte.
Fragen von Angehörigen
Medizinischer Hinweis
Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren HNO-Arzt. Für die hörakustische Versorgung beraten wir Sie gerne persönlich.
Der erste Schritt ist oft der schwerste — wir machen ihn einfach.
Rufen Sie an oder buchen Sie direkt einen Termin — für Ihren Angehörigen oder gemeinsam.
