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Hörgerät mit Akku: Vorteile, Grenzen und was Sie wissen sollten

 ·  Ratgeber Hörgesundheit

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Wer sich heute ein Hörgerät anpassen lässt, steht früh vor einer Grundsatzentscheidung: klassische Batterien oder eingebauter Akku? Die Akku-Technik hat sich in den letzten Jahren klar durchgesetzt, für viele Träger die bessere Wahl. Aber nicht für alle.

Wie funktioniert ein Hörgerät mit Akku?

Die meisten aktuellen Akku-Hörgeräte laufen mit Lithium-Ionen-Technik. Abends kommt das Gerät in die Ladestation, morgens ist es voll geladen. Je nach Modell und Nutzung hält eine Ladung 18 bis 30 Stunden, ausreichend für einen vollen Tag, auch mit Bluetooth-Streaming.

Die Ladestation ist kompakt und passt auf jeden Nachttisch. Manche Modelle haben eine Station mit eingebautem Akku, die unterwegs als Powerbank funktioniert, nützlich auf Reisen oder wenn gerade keine Steckdose in der Nähe ist.

Vorteile gegenüber Batterien

Keine Knopfzellen mehr. Wer mit eingeschränkter Feinmotorik zu kämpfen hat (und das betrifft viele Hörgeräteträger), weiß, wie umständlich der Batteriewechsel sein kann. Zink-Luft-Batterien der Größe 10, 312 oder 13 sind winzig und müssen alle drei bis zehn Tage getauscht werden.

Mit Akku entfällt das komplett. Laden, aufsetzen, fertig. Die Frage, ob noch Ersatzbatterien dabei sind, stellt sich nicht mehr.

Was viele unterschätzen: die Kosten. Einzelne Batterien kosten wenig, aber über die Tragedauer eines Hörgeräts (typischerweise fünf bis sechs Jahre) summiert sich das auf 50 bis 120 Euro pro Ohr.

Wo Akku-Hörgeräte an Grenzen stoßen

Ein Akku hält nicht ewig. Nach vier bis fünf Jahren lässt die Kapazität nach, ähnlich wie beim Smartphone. Meistens fällt das in den regulären Austauschzyklus. Alle sechs Jahre besteht erneut Anspruch auf eine Kassenversorgung. Wenn der Akku vorzeitig schwächelt, muss das Gerät trotzdem zum Hersteller.

Dazu kommt die Bauform. Akku-Hörgeräte gibt es fast ausschließlich als RIC-Geräte hinter dem Ohr. Wer ein sehr kleines Im-Ohr-Gerät bevorzugt (CIC oder IIC), hat bei Akku-Modellen deutlich weniger Auswahl.

Und wer die Ladestation vergisst, zum Beispiel im Urlaub, kann nicht einfach eine Batterie aus der Drogerie einsetzen. Manche Hersteller bieten Ladeschalen mit USB-C-Anschluss an, was das entschärft, aber nicht vollständig löst.

Welche Hersteller bieten Akku-Hörgeräte an?

Praktisch alle großen Hersteller. Bei uns in Mannheim können Sie Geräte von sieben Marken testen: Phonak, Widex, Signia, Unitron, ReSound, Audio Service und SoniTon. Jeder davon bietet mindestens eine Produktfamilie mit Akku-Option.

Die Unterschiede liegen in den Details: Ladezeit, Akkulaufzeit beim Streaming, Größe der Station, Schnellladefunktion. Das lässt sich am besten direkt vergleichen, am eigenen Ohr.

Für wen lohnt sich ein Hörgerät mit Akku?

Akku-Hörgeräte sind sinnvoll, wenn Sie regelmäßig Bluetooth-Streaming nutzen, feinmotorische Einschränkungen haben oder sich schlicht nicht mit dem Batteriewechsel befassen wollen.

Wer sehr kleine Im-Ohr-Geräte bevorzugt oder häufig mehrtägig ohne Steckdose unterwegs ist (auf Wanderungen, in der Berghütte), für den kann ein Batterie-Gerät die praktischere Lösung sein.

Persönliche Beratung in Mannheim-Neuostheim

Die Entscheidung hängt vom eigenen Alltag ab, nicht von einer Empfehlung im Internet. Das lässt sich nur im Probetragen klären. In unserem Fachgeschäft in der Dürerstraße 16 in Mannheim-Neuostheim können Sie verschiedene Akku-Modelle direkt vergleichen und Probe tragen. Kostenlosen Beratungstermin vereinbaren: 0621 / 484 92 650.

AvB

Alexander von Bandemer

Hörakustik-Meister (HWK) · ehem. Leiter Abteilung Hörakustik bei Widex · ehem. GEERS Product Manager

Seit der Gründung von Hörakustik von Bandemer in Mannheim-Neuostheim beraten wir herstellerunabhängig — mit dem Ziel, für jeden Kunden die individuell beste Hörlösung zu finden.

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